Eilmeldung

Eilmeldung

Ist der Freihandel ein Jobkiller?

Sie lesen gerade:

Ist der Freihandel ein Jobkiller?

Schriftgrösse Aa Aa

Willkommen bei “The network” mit Chris Burns. Hier sprechen wir mit Experten, um einer Sache auf den Grund zu gehen – 25 Sekunden Zeit haben sie jeweils für ihre Antwort. Werfen wir einen Blick auf unser heutiges Thema.

Die Proteste sind heftig. Manchmal gewalttätig. Inmitten Wirtschafts-und Finanzkrise sind Freihandel und Globalisierung schmutzige Worte für viele Europäer geworden. Globalisierungs-Bashing ist sehr beliebt, gerade bei einigen der europäischen Länder, die von den Weltmärkten profitieren. In der EU, dem weltweit größten Handelsblock, haben die Exporte 2010 ein Drittel des 1,8 prozentigen BIP-Wachstums ausgemacht. Aber trotz der Vorteile, ist der Freihandel in Schwierigkeiten. Wirtschaftlicher Nationalismus bringt einige Leute zu dem Glauben, dass die Doha-Runde der WTO-Verhandlungen gescheitert ist. Ohne auf die Doha zu warten, verhandeln die EU und andere Wirtschaftsmächte bilaterale Freihandelsabkommen. Einige Industrien machen diese Freihandelsabkommen nervös, sie befürchten, dass Europa mit Billigware überschwemmt wird. Arbeitnehmer haben Angst um ihre Arbeitsplätze. Arbeitslose haben Angst, dass sie nie mehr einen Job finden – und doch braucht das langsam wachsende Europa dringend globale Märkte, um aus der Krise zu kommen.

Zugeschaltet aus Brüssel ist EU-Handelskommissar Karel De Gucht, der früher im Bereich der EU-Entwicklung und der humanitären Hilfe gearbeitet hat. Bernadette Ségol, die Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbundes, und Reinhard Quick, Vorsitzender der Business Europe FTA-Arbeitsgruppe.