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Pakistanisch-amerikanische Freundschaft gerät in Gefahr

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Pakistanisch-amerikanische Freundschaft gerät in Gefahr

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Die pakistanische Regierung in Islamabad hat am Donnerstag bei einem Dringlichkeitstreffen mit der Opposition über die Beziehungen zu den USA beraten. Regierungschef Yousuf Raza Gilani forderte Washington auf, in Zusammenhang mit der Suche nach Radikalislamisten nicht weiter Druck auf Pakistan auszuüben. Das Verhältnis zwischen den Ländern kühlte zuletzt ab, vor allem seit US-Generalstabschef Mike Mullen dem pakistanischen Geheimdienst vorwarf, mit dem radikalislamischen Hakkani-Netzwerk zusammenzuarbeiten. US-Außenministerin Hillary Clinton kündigte bei einem Besuch ihres ägyptischen Kollegen in Washington sogar an, man werde bald entscheiden, ob dieses Netzwerk als Terrorgruppe eingestuft werden solle.

In Pakistan wird die Stimmung unterdessen immer antiamerikanischer. Am Mittwoch versammelten sich Hunderte Demonstranten in Karachi und skandierten Slogans wie “Verschwinde, Amerika!” Die Polizei stoppte einen Protestmarsch zur US-Botschaft. Einen Tag zuvor hatten wütende Demonstranten vor dem Botschaftsgebäude eine amerikanische Flagge verbrannt.