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Präsidentschaftswahlen in Irland mit bunter Kandidatenmischung

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Präsidentschaftswahlen in Irland mit bunter Kandidatenmischung

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Ende Oktober wählt Irland einen neuen Präsidenten. Insgesamt sieben Kandidaten bewerben sich um das Amt, so viele wie nie zuvor. Am Mittwoch lief die Frist für die Bewerbung aus und die Kandidaten stellten sich am Abend einer Radio-Talkshow. Es ist eine bunte Mischung, die bereits für einige Diskussionen sorgte. So tritt etwa Dana Rosemary Scallon an, die 1970 den Eurovisions Song Contest für Irland gewann und zu ihrer Bewerbung meinte, sie vertrete ihr Land schließlich schon seit Jahren auf der internationalen Bühne.

Als aussichtsreichster Kandidat gilt der unabhängige Senator und bekennende Homosexuelle David Norris. Er machte von sich reden, als er einen Brief an ein israelisches Gericht schrieb und um die Begnadigung seines ehemaligen Partners bat, der wegen Sex mit einem Minderjährigen inhaftiert war.

Auch dem Vorsitzenden der Sozialdemokraten, Michael D. Higgins, werden gute Chancen auf einen Wahlsieg eingeräumt. In Umfragen liegt er derzeit auf Platz zwei hinter Norris. Und dann ist da Martin McGuiness, der für Sinn Fein antritt und früher zur Führung der IRA gehörte. Später spielte er eine wichtige Rolle im Friedensprozess.

Weitere Kandidaten sind etwa der EU-Abgeordnete Gay Mitchell und Mary Davis, die als Organisatorin eines Behinderten-Sportevents bekannt wurde. Zwar ist die Rolle des irischen Präsidenten vor allem zeremonieller Natur; der Wahlkampf allerdings wird wohl traditionell kämpferisch.