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Streiks bei Ankunft der Troika in Griechenland

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Streiks bei Ankunft der Troika in Griechenland

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Die Türen bleiben geschlossen. Vor Ankunft der Finanzinspektoren in Griechenland haben Staatsdiener in Athen die Eingänge zu den Ministerien blockiert. Sie demonstrieren gegen das strenge Sparprogramm, ebenso wie Angestellte der Verkehrsbetriebe und Taxifahrer. Die drohenden Entlassungen, Gehaltskürzungen, die neue Vermögenssteuer und das Ende von Privilegien treiben Griechen seit Wochen auf die Straße.

Der Sprecher der Gewerkschaft für Finanzbeamten Yannis Arkadis fasst die Forderungen der Menschen zusammen: “Forderung lautet: Das Sparprogramm muss abgeschafft werden. Die Troika soll aus Griechenland verschwinden. Sie verfolgt Maßnahmen, die uns – Staatsdiener und Angestellte der Privatwirtschaft – in die Armut treiben.”

Lange war unklar, ob die Experten der EU-Kommission, der EZB und des IWF nach Griechenland zurückkehren. Die Troika wird erneut die Haushaltsbücher prüfen, um den Sparkurs des Landes zu bewerten. Von ihrer Einschätzung hängt ab, ob Griechenland frisches Geld bekommt. Es geht um Hilfen in Höhe von acht Milliarden Euro. Fließen diese nicht, ist das Land Mitte Oktober pleite.

Die Menschen sind mutlos. Schätzungen zu Folge könnten wegen des schwachen Wirtschaftswachstums im nächsten Jahr 26 Prozent der arbeitenden Bevölkerung auf der Straße stehen.