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Bahrain: Harte Urteile für Ärzte und Demonstranten


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Bahrain: Harte Urteile für Ärzte und Demonstranten

Ein Sondergericht in Bahrain hat 20 Ärzte und Krankenschwestern zu fünf bis fünfzehn Jahren Haft verurteilt. Sie hatten während der Demonstrationen gegen das Regime Verletzte behandelt. Dies sei ein Verbrechen gegen den Staat, so die Richter.

Ein Aktivist, der nach offiziellen Angaben einen Polizisten getötet haben soll, wurde zum Tode verurteilt. Ein Demonstrant bekam für seine Beteiligung an den Protesten lebenslänglich.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International kritisierte diese politischen Urteile: “Die Regierung sendet damit eine Botschaft an alle, die es wagen politische Reformen zu fordern. Wer sich auflehnt, wird bestraft werden.”

In einem Dorf in der Nähe der Hauptstadt Manama haben Hunderte Frauen gegen die Inhaftierung der Ärzte und Aktivisten protestiert. Sie forderten ihre sofortige Freilassung.

Die schiitische Mehrheit lehnt sich seit Monaten gegen die sunnitischen Elite auf, die das Land regiert. Dutzende Aktivisten wurden bereits getötet, Hunderte verhaftet. Beobachter fürchten eine Eskalation des Konflikts.

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