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Katz und Maus im Kosovo

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Katz und Maus im Kosovo

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Im Kosovo geht das Katz-und-Maus-Spiel weiter: Kaum hatten NATO-Friedenstruppen der KFOR eine serbische Strassensperre beim Kontrollpunkt Jarinje geräumt – schon versperrten Kosovo-Serben mit zwei Schwerlastern ein paar hundert Meter weiter eine Brücke.

Seit Wochen versucht die Regierung des mehrheitlich albanischen Kosovo, ihre Kontrolle über die serbisch dominierte Enklave im Norden auszuweiten. Und die Serben dort greifen zu Barrikaden und nehmen Schleichwege nach Serbien.

Robert Sorensen, stellvertretender Leiter der UN-Mission im Kosovo:

“Diese Situation hier wird nicht durch Gewalt gelöst. Das bringt uns nicht weiter. Die Menschen sollten Ruhe bewahren, friedlicher Protest ist völlig legitim. Aber was noch wichtiger ist: Diese Themen müssen durch Gespräche gelöst werden.”

Mit den Straßensperren protestieren serbische Kosovaren seit Wochen gegen die Übernahme von zwei Grenzposten durch Zoll- und Grenzpersonal der Kosovo-Regierung. Die improvisierten Straßen über die grüne Grenze nach Serbien dienen dazu, die Grenzkontrollen zu umgehen.

Die ehemals südserbische Provinz Kosovo hatte sich 2008 für unabhängig erklärt. Seitdem steht sie unter UN-Verwaltung.

Die KFOR soll die volle Bewegungsfreiheit im Kosovo sichern.

mit Reuters, dpa