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Not macht erfinderisch: Griechische Raucher dürfen wieder rauchen - und zahlen

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Not macht erfinderisch: Griechische Raucher dürfen wieder rauchen - und zahlen

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Begleitet von Protesten haben die Betriebsprüfer der sogenannten Troika von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) ihre Arbeit in Athen fortgesetzt. Im Transportministerium ging es um das brenzlige Thema Öffnung von Berufsständen im Verkehrswesen.

Lastwagen- und Taxibesitzer, die für ihre Lizenzen bares Geld bezahlt haben, sorgen mit Streiks immer wieder für Verkehrschaos in Athen.

Mit dem griechischen Finanzminister Evangelos Venizelos sprach die Troika über Möglichkeiten zur Verschlankung des Staates.

Die Krankenschwester Kiriaki Vouyou (36):

“Wir haben jetzt seit Juni kein Gehalt mehr bekommen. Bis vor Mai wurden wir bezahlt. Und jetzt mit den Lohnkürzungen, nehmen sie uns vierhundert Euro pro Monat weg. Ich arbeitete seit zehn Jahren, für rund tausend Euro pro Monat und jetzt sind es 600. Wer kann denn von sechshundert Euro pro Monat leben ? Das sollen uns die Minister und Abgeordneten mal erklären. “

Bei einer der verzweifelten Maßnahmen der Geldschöpfung auf Verlangen der Kreditgeber lugt allerdings der Film-Grieche Alexis Sorbas um die Ecke, der das Leben mit allen Freuden und Katastrophen immer so nimmt, wie es kommt:

In größeren Lokalen und Kasinos soll künftig wieder geraucht werden dürfen – gegen Bezahlung von 200 Euro pro Quadratmeter “Raucherfläche” jährlich.

Bislang war das Rauchen dort völlig verboten.

Allerdings wurde das Verbot in der Regel nicht eingehalten.

mit Reuters, dpa