Eilmeldung

Eilmeldung

Vor siebzig Jahren: Das Massaker von Babij Jar

Sie lesen gerade:

Vor siebzig Jahren: Das Massaker von Babij Jar

Schriftgrösse Aa Aa

Heute erinnert nur noch ein Denkmal an das Massaker von Babij Jar in der Nähe von Kiew. Vor siebzig Jahren ermordeten hier SS- und Wehrmachtsoldaten mehr als 33.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder. Mit Hilfe der ukrainischen Polizei wurde Kiew innerhalb von zwei Tagen judenfrei.

Raisa, damals ein kleines Mädchen, entkam: “Meine Großmutter hielt mich an der Hand. Sie bekreuzigte sich und rief: “Ich bin Russin! Ich bin Russin!” Ein ukrainischer Polizist kam und sagte: “Warum schreit ihr so, hier sind doch nur Juden!” Er holte mit seiner Waffe aus, um mich auf den Kopf zu schlagen, aber meine Großmutter schützte mich und wir fielen hin. Ein deutscher Soldat kam und fragte: “Juden?” Ich weiß nicht, ob jemand geantwortet hat, aber dieser Deutsche scheuchte uns zurück. Meine Großmutter hielt mich weiter an der Hand.”

Das Massaker von Babij Jar im September 1941 ist einer der größten Massenmorde des Zweiten Weltkrieges. Die Kiewer Juden wurden in die Schlucht getrieben. Sie mussten sich dort ausziehen und wurden erschossen.