Eilmeldung

Eilmeldung

Wollte Jacksons Arzt Spuren verwischen?

Sie lesen gerade:

Wollte Jacksons Arzt Spuren verwischen?

Schriftgrösse Aa Aa

Im Prozess gegen Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray hat ein Bodyguard eine Zeugenaussage gemacht, die der Anklage in die Hände spielen könnte. Der Leibwächter Alberto Alvarez war nach Murray die zweite Person, die den leblosen Jackson in dessen Schlafzimmer sah. Er erklärte am Donnerstag, dem dritten Prozesstag, Murray habe in diesen Minuten offensichtlich eine Herz-Massage durchgeführt und ihn angewiesen, Medikamente wegzupacken.

Er habe am Fußende des Bettes gestanden, Doktor Murray habe ihm eine Handvoll Ampullen gereicht und gesagt, diese in einen Beutel zu tun.

Er habe auch einen weiteren Beutel an einer Vorrichtung für intravenöse Injektionen wegpacken sollen. In diesem habe er eine milchige Flüssigkeit gesehen. Der Leibwächter erklärte vor Gericht, er habe gedacht, Murray wolle die Medikamente für die Fahrt ins Krankenhaus zusammenpacken.

Auch Jacksons Köchin sagte aus. Sie beschrieb die Panik des Arztes in jenem Moment: Er habe sie angeschrien, Jacksons Kinder und Hilfe zu rufen.

In dem Prozess geht es um die Frage, ob Murray den Popstar grob fahrlässig mit einer Medikamentenüberdosis tötete, oder ob Jackson sich die tödliche Dosis ohne Wissen des Arztes selbst verabreichte. Murray drohen vier Jahre Haft.