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Hamburgs letztes Bier in der Metro

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Hamburgs letztes Bier in der Metro

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Das letzte Bier in den Hamburger Bussen, U- und S-Bahnen haben sie in vollen Zügen genossen: Zum Abschiedsgelage kamen etwa tausend vor allem junge Leute, die sich über Facebook verabredet hatten – aber deutlich weniger als die mehreren Tausend, die sich zwischenzeitlich angesagt hatten. Mit diesem 1. Oktober ist nun die Schonfrist vorbei und im Hamburger Nahverkehr der Alkoholkonsum endgültig verboten.

Während mancher Partygast voll ins Klischee des grölenden Prolos passte, erschienen andere in Anzug und Krawatte: “Wir wollen mit dieser Aktion hier deutlich zeigen, dass Alkoholkonsum in der Bahn und Eskalation nicht zwangsläufig zusammenhängen. Und deswegen veranstalten wir hier in der Bahn unsere Guerilla-Gala, bei der alle in Abendgarderobe Sekt und Champagner zu sich nehmen”, erklärt einer der Partygäste, entsprechend gekleidet.

Ob der Vandalismus durch solch ein Verbot abnimmt, wird bundesweit kontrovers diskutiert.

“Über den Sinn des Alkoholverbots lässt sich streiten. Ob es richtig ist, sei mal dahingestellt, aber es ist jetzt so entschieden, wir können es nicht mehr wirklich ändern. Es ist ok”, fügt sich ein anderer Abschiedstrinker den Gegebenheiten.

Die Verkehrsbetriebe hoffen, dass sich die Fahrgäste dank des Alkoholverbots wohler und sicherer fühlen – und auch weniger Müll anfällt. 40 Euro Bußgeld drohen bei Verstoß. Aber im Einzelfall würden die Kontrolleure auch mal ein Auge zudrücken, hieß es…