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Machtspiele in Libyen

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Machtspiele in Libyen

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Ein Vertreter der libyschen Übergangsregierung hat in Ghadames die Tuareg und die anderen Stämme dazu aufgerufen, den Frieden zu bewahren. In der Wüstenstadt Ghadames in der Nähe der algerischen Grenze waren in den vergangenen Monaten alte Konflikte aufgeflammt.

Die Übergangsregierung vermutet seit geraumer Zeit, dass sich der gestürzte Machthaber Muammar al-Gaddafi in der Region versteckt hält und von den Tuareg geschützt wird.

Diese streiten das jedoch ab. Gaddafi halte sich nicht in Ghadames oder in der Region auf, so ein Sprecher der Tuareg.

Beobachter sorgen sich, um die politische Zukunft Libyens. Der amtierende Regierungschef Mahmud Dschibril will kein politisches Amt in der neuen Regierung übernehmen. Dschibril wird von den westlichen Diplomaten geschätzt, doch war er zuletzt aus dem islamistischen Lager angefeindet worden.

Die bewaffneten Kämpfer sollen Tripolis verlassen. Das forderten Hunderte Demonstranten auf dem Platz der Märtyrer. Es sind derzeit viele Waffen im Umlauf und sie fürchten einen Anstieg der Gewalt. Sie bekundeten auch ihre Solidarität mit dem syrischen Volk.