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Die Tunesier haben die Qual der Wahl

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Die Tunesier haben die Qual der Wahl

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In Tunesien, dem Mutterland des arabischen Frühlings, wird in vier Wochen zum ersten Mal gewählt.

Viele Tunesier haben Schwierigkeiten sich im Dschungel von mehr als 100 Parteien und ihren Programmen zurechzufinden. Jüngsten Umfragen zufolge weiß jeder Dritte Tunesier noch nicht, wem er seine Stimme geben will.

Experten rechnen damit, dass die islamistische Ennahdha-Bewegung als stärkste Kraft aus den Wahlen am 23. Oktober hervorgeht.

Der tunesische Außenminister, Mohamed Mouldi Kefi, erklärte: “Die Sicherheitskräfte und auch die Bürgerinnen und Bürger haben Bedenken, aber wir zählen auf die Weisheit des tunesischen Volkes, der tunesischen Wähler, der tunesischen Bürgerinnen und Bürger. Diese Wahlen werden als Indikator dienen für die anderen Länder.”

Nach dem Sturz von Präsident Zine el Abidine Ben Ali ist in Tunesien eine neue Ära angebrochen. Die Wahlen sind eine erste Etappe auf dem Weg zur Demokratie. Die Wahlkommission arbeitet daran, dass der erste Urnengang ohne Zwischenfälle über die Bühne geht. Die Europäische Union schickt ihrerseits 150 Wahlbeobachter nach Tunesien.