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Französin auf Ferieninsel in Kenia verschleppt

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Französin auf Ferieninsel in Kenia verschleppt

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Eine französische Urlauberin ist in Kenia entführt worden. Die Frau ist 66 Jahre alt und Rollstuhlfahrerin. Sie lebte schon lange in Kenia und

verbrachte regelmäßig Urlaub auf Manda in der Inselgruppe Lamu, direkt vor der Küste.

Der Lebensgefährte der Französin erzählt, dass in den Morgenstunden sechs maskierte, bewaffnete Männer in das Strandhaus gestürmt seien: “Ich wollte den Entführer, der neben mir stand angreifen. Er schoß auf mich, als ich durch das Fenster flüchtete.”

Bei einer Schießerei mit der Küstenwache wurden nach offiziellen Angaben mehrere Entführer verwundet. Sie gelangten aber trotzdem mit ihrer Geisel in das benachbarte Somalia.

Von einer neuen Entwicklung spricht die kenianische Polizei: Die Schiffe vor der Küste seien inzwischen gut geschützt; die Piraten würden sich deshalb jetzt leichtere Ziele suchen.

Mehr als dreihundert Piratenangriffe hat es vor Somalia dieses Jahr schon gegeben; wenn die Piraten jetzt auf westliche Urlauber in den nahegelegenen Ferienparadiesen umdisponieren, wäre das ein schwerer Schlag für den Fremdenverkehr, der für Kenia äußerst wichtig ist.