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Kenia: Unterhändler wollen entführte Ausländerin freibekommen

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Kenia: Unterhändler wollen entführte Ausländerin freibekommen

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Friedlich geht es hier zu an Kenias Küste – aber zum wiederholten Male trügt dieser Schein: Gerade erst vorletzte Nacht sind bewaffnete Männer aus dem benachbarten Somalia hier eingefallen und haben eine Französin verschleppt.

Kenia hat inzwischen Unterhändler nach Somalia geschickt, um eine Freilassung der Frau zu erwirken.

Zuvor hatte die Küstenwache vergeblich versucht, die Entführer an der Flucht zu hindern. Eines der beiden Boote kenterte dabei sogar noch; zwei Soldaten werden seitdem vermisst.

Ein Freund der entführten Frau ist frustriert über den fehlenden Schutz vor solchen Angriffen: “Eine Kriegsmarine ohne Schiffe”, sagt Abdul Alim, “da brauchen wir auch gleich gar keine Marine. Mit der Polizei ist es genauso: Als wir angerufen haben, mussten die erst ein Boot von sonstwo holen. Die haben ja ein Boot, aber vielleicht hatten sie keinen Treibstoff, oder sie hatten keinen Kapitän: Da muss sich was ändern.”

Erst vor drei Wochen wurde in der gleichen Gegend ein britischer Urlauber erschossen, seine Frau wohl ebenfalls nach Somalia entführt. Diese Angriffe sind schwere Schläge für den Fremdenverkehr, der für Kenia äußerst wichtig ist.