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Rotes Kreuz alarmiert: "Verzweifelte Lage in Sirte"

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Rotes Kreuz alarmiert: "Verzweifelte Lage in Sirte"

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Das Leben in Gaddafis Heimatstadt Sirte wird für die Zivilbevölkerung zum Albtraum: Das Internationale Rote Kreuz klagte, dass Patienten im wichtigsten Krankenhaus mangels Sauerstoff- und Treibstoff-Versorgung stürben und die Medikamente knapp würden. Mitarbeiter des Roten Kreuzes konnten medizinische Hilfsgüter in ein Krankenhaus bringen und dort mit dem Personal reden. Die Stationen hätten sie nicht mehr besuchen können, weil das Krankenhaus unter Beschuss geraten sei.

Denn die Kämpfe in Sirte gingen weiter, trotz eines zweitägigen Waffenstillstands, den der libysche Übergangsrat für dieses Wochenende verkündet hatte.

Umso schwieriger und gefährlicher ist es für die Zivilbevölkerung, aus der umkämpften Stadt zu fliehen. Dem Roten Kreuz zufolge sind bis Wochenmitte rund 18.000 Menschen aus Sirte geflohen und mehr als 25.000 aus Bani Walid, der zweiten verbleibenden Hochburg der Gaddafi-Getreuen.

Berichte über die Festnahme von Gaddafis Sprecher Mussa Ibrahim dementierte der Übergangsrat inzwischen. Dessen deutsche Frau setzte sich dem Auswärtigen Amt ihn Berlin zufolge Richtung Heimat ab.

Die deutschen Sturmgewehre, deren Fund in Gaddafis Residenz im August für Aufruhr in Deutschland gesorgt hatte, sollen der “Bild am Sonntag” zufolge legal über Ägypten geliefert worden sein.