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Sit-in auf der Brooklyn Bridge: Über 700 Festnahmen

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Sit-in auf der Brooklyn Bridge: Über 700 Festnahmen

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Mehr als 700 Demonstranten sind bei einer Kundgebung gegen Armut und Ungerechtigkeiten im Finanzsystem am Samstag in New York festgenommen worden.

Die Teilnehmer der Protestbewegung “Besetzt die Wall Street” hatten die berühmte Brooklyn Bridge blockiert.

Wer auf dem Bürgersteig blieb, wurde nicht behelligt – doch gegen den Rest ging die Polizei wegen Behinderung des Straßenverkehrs vor – und das nicht zimperlich.

Die Festgenommenen wurden zu Polizeistationen gebracht und erhielten Gerichtsvorladungen wegen Ruhestörung.

“Die kamen hier in ihren Schutzanzügen an, schwangen ohne Grund Schlagstöcke und griffen sich die Leute in den ersten Reihen. Jeder in der ersten Reihe, der schwarz oder farbig war, wurde automatisch zu Boden geworfen – selbst wenn man das Friedenszeichen machte”, berichtet ein Demonstrant.

Der Protest, der sich seit zwei Wochen mit immer wieder neuen Demonstrationszügen in New York Bahn bricht, weitete sich inzwischen auch auf andere Städte der USA aus, von der Ost- bis zur Westküste. In Denver, Chicago und Los Angeles gab es ebenfalls friedliche Proteste gegen die hohe Arbeitslosigkeit, Zwangsvollstreckungen und die Rettung profitgieriger Banken.