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Athen: Haushalt 2012 mit Hiobsbotschaft

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Athen: Haushalt 2012 mit Hiobsbotschaft

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Die Regierung hat angekündigt, Griechenland werde in diesem Jahr sein Sparziel verfehlen. Das Land hatte sich verpflichtet, das Defizit für 2011 auf 7,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu drücken – das wird nun voraussichtlich doch bei 8,5 % liegen.

Während die Regierung den Haushalt für das kommende Jahr verabschiedete, kündigte sie neue, striktere Sparmaßnahmen an: So sollen unter anderem bis zum Jahresende 20.000 Beamte, die kurz vor der Pensionierung stehen, in Frührente gehen. Weitere 1000 Stellen fallen demnach weg, weil Behörden geschlossen werden.

Ob Griechenland mit der nächsten Tranche der Euro-Finanzspritze rechnen kann, ist weiter unklar. Die deutsche Regierung entschied, länger als geplant, bis zum 13. Oktober, abzuwarten. Bis dahin muss die Troika – bestehend aus EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank – bestimmen, ob die Sparmaßnahmen Griechenlands ausreichen. Bekommt es das Rettungspaket nicht, geht das Land Mitte des Monats bankrott.

Proteste gegen sozialen Kahlschlag treiben die Griechen seit Wochen auf die Straße. Die Sparmaßnahmen bedeuten harte Einschnitte für die Bevölkerung.