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Die Kinderopfer der Chimú-Kultur

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Die Kinderopfer der Chimú-Kultur

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Die jüngsten Funde in der nordperuanischen Ausgrabungsstätte Huanchaquito lassen keinen Zweifel zu: Bei den Knochenresten handelt es sich um Menschenopfer aus der Zeit der präkolumbischen Chimú-Kultur, genauer gesagt um Kinder, die hier vor rund 800 Jahren geopfert wurden. Die Ausgrabungsstätte liegt nahe der Zitadelle von Chan Chan, in der sich Wandmalereien befinden, die Opferrituale darstellen. Die Chimú-Kultur gilt als eine der bedeutendsten Zivilisation Perus vor der Inkazeit und erlebte ihre Blüte im 13. und 14. Jahrhundert. Der Leiter des peruanischen Forscherteams Gabriel Prieto erläutert die Funde. “Es gibt eindeutig Spuren von Gewalt. Die Knochenverletzungen weisen darauf hin, dass die Opfer gewaltsam getötet wurden. Bei dem Ritual wurden außerdem die inneren Organe manipuliert. Bei allen Kindern wurde ganz offensichtlich das Herz entfernt.” Neben den rund vierzig Kinderkörpern stießen die Forscher auch auf Lamaknochen. Offensichtlich wurden die Tiere mit in die Grabstätte gelegt, um die Seelen der Verstorbenen in die nächste Welt zu tragen.