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Griechen verfehlen Sparziele - Troika weiter unzufrieden

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Griechen verfehlen Sparziele - Troika weiter unzufrieden

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Griechenland kommt nicht aus der Krise. Die Wirtschaft schrumpft, und die Regierung sucht weiter nach Möglichkeiten und Wegen, um noch mehr Geld einzusparen. Zehntausende Beamtenstellen will die Regierung jetzt streichen. Doch jetzt wurde erst einmal neues Unheil verkündet: Das Land wird das Sparziel, das die sogenannte Troika aus EU, IWF und EZB verlangt, in diesem Jahr verfehlen, so Finanzminister Evangelos Venizelos.

Nach seinen Angaben wird die Wirtschaft in diesem Jahr um fünfeinhalb Prozent schrumpfen. Das Haushaltsdefizit wird 8,5 Prozent betragen anstatt der von der Troika verlangten 7,6 Prozent. Und die Arbeitslosigkeit soll von derzeit rund 15 auf über 16 Prozent im kommenden Jahr ansteigen.

“Das Defizit weicht beträchtlich von dem ursprünglichen Ziel von 7,6 Prozent ab. Die Rezession verstärkt sich, nächstes Jahr könnte es eine neue Rezession geben. Und je größer die Rezession, umso höher das Haushaltsdefizit.”

Immerhin will Athen im kommenden Jahr keine neuen Schulden machen, trotz weiterer Verfehlung der Sparziele. Im Moment aber prüft die Troika noch die vorgelegten Haushaltszahlen bis ins Jahr 2014 sowie die geplanten Reformen, die für die Auszahlung der nächsten Tranche von Hilfszahlungen notwendig sind.