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Riesen-Ozonloch über der Arktis


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Riesen-Ozonloch über der Arktis

Über der Arktis ist im Frühjahr erstmals ein Ozonloch nachgewiesen worden – und das macht Wissenschaftlern Kopfzerbrechen. Während über der Antarktis seit Jahrzehnten ein Ozonloch beobachtet wird, war dies im Norden bislang noch nicht der Fall. Laut dem Fachmagazin “Nature” nahm die Dichte der Ozonschicht teilweise um mehr als 80 Prozent ab. Das Loch hatte die fünffache Größe Deutschlands und wird voraussichtlich in Zukunft öfter auftreten.

Forscher sind besorgt über das neue Ozonloch, so etwa der Japaner Hideaki Nakajima: “Die Ozonschicht wirkt als Filter gegen die schädlichen ultravioletten Strahlen. Der Rückgang der Ozonschicht könnte die Umwelt in Skandinavien und Russland beeinflussen.”

Die Ursache für die Abnahme der Ozonschicht war offenbar eine ungewöhnlich lange Kälteperiode in der Arktis. Zwar lag das Ozonloch zunächst über kaum bewohntem Gebiet, ab April aber zog es laut den Wissenschaftlern über Osteuropa und Russland hinweg. Der arktische Ozonschwund ist erstmals mit dem Ozonloch über der Antarktis vergleichbar – und damit sind Pflanzen und Tiere am Nordpol gefährdet.

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