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Sirte: Rotes Kreuz erreicht die Notleidenden nicht

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Sirte: Rotes Kreuz erreicht die Notleidenden nicht

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Nach 100 Metern war Schluss für den kleinen Konvoi des Roten Kreuzes. Kaum hatten sich die vier Fahrzeuge in Richtung der belagerten Stadt Sirte in Bewegung gesetzt, begannen die Tuppen der libyschen Übergangsregierung mit einer massiven Attacke.

Die Laster der Hilfsorganisation drehten unverrichteter Dinge ab. In der Stadt in Händen der Gaddafi-Treuen fehle so gut wie alles, hatten Helfer berichtet: Wasser, Essen, Sprit für die Stromgeneratoren und Sauerstoff im Krankenhaus.

Rotes Kreuz und Roter Halbmond unterscheiden bei Menschen in Not grundsätzlich nicht nach Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer Überzeugung.

Abdul Hakim Abdul Selam aus Sirte:

“Die Situation in Sirte ist sehr schwierig, unerträglich, und viele Menschen sind schon gestorben, weil die nötige Medizin fehlte. Ich bitte die Leute immer noch, fortzugehen – die werden doch mit der Situation hier nicht fertig.”

Nach Ablauf eines Ultimatums für fluchtwillige Zivilisten wird um die Heimatstadt des gestürzten Machthabers Muammar Gaddafi erbittert gekämpft – im Süden nahmen Kämpfer der Übergangsregierung den Stadtteil Bouhadi ein. Hier vermuten sie einen Sohn Gaddafis.

mit Reuters, afp