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Amanda-Knox-Freispruch: "Falsch und widersprüchlich"

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Amanda-Knox-Freispruch: "Falsch und widersprüchlich"

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Die italienische Staatsanwaltschaft will den Freispruch der amerikanischen Studentin Amanda Knox anfechten. Sie kündigte an, den Fall nach der Wende im Berufungsprozess nun vor den Kassationsgerichtshof in Rom zu bringen.

Staatsanwalt Giuliano Mignini erklärte: “Der Druck der Medien war inakzeptabel. Und der Ausgang des Prozesses wurde schon im Vorhinein hinausposaunt. Das ist nicht normal.

Das Urteil von Montagabend ist falsch und widersprüchlich. Experten und Richter haben schwere Fehler begangen.”

Staatsanwältin Manuela Comodi sagte: “Am Ort des Verbrechens wurden keine Spuren gefunden, die darauf hinweisen würden, dass es einen anderen Täter gibt. Es gibt keine Beweise, keine Zeugen, nichts. Wenn es wirklich einen anderen Täter gibt, dann hat er das sehr schlau angestellt.”

Der einzige, der für die Tat nun verurteilt ist, ist der Drogendealer Rudy Guede aus der Elfenbeinküste. Er hatte Knox und ihren damaligen Freund Raffaele Sollecito schwer belastet, sich aber in Widersprüche verstrickt.