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Angeschlagene Bank Dexia kann auf Staatshilfe hoffen

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Angeschlagene Bank Dexia kann auf Staatshilfe hoffen

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Die französisch-belgische Bank Dexia ist in Schwierigkeiten. Die Ratingagentur Moody’s drohte mit einer Herabstufung an, und die Bank selbst musste im zweiten Quartal dieses Jahres einen Verlust von vier Milliarden Euro ausweisen. Um der teilstaatlichen Bank zu helfen, haben Belgien und Frankreich nun angekündigt, Dexia mit einer Staatsgarantie absichern zu wollen.

Die Finanzminister beider Länder trafen sich zu Gesprächen. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es, Belgien und Frankreich würden alle notwendigen Maßnahmen zur Absicherung von Anlegern und Gläubigern vornehmen. In Frankreich speziell, um die Darlehen an Kommunen abzusichern.

Dexia gehört zu den größten Geldgebern französischer Kommunen. Daneben ist das Haus neben Großbanken wie BNP Parisbas oder der Societe General mit rund 3,8 Milliarden Euro stark im Geschäft mit griechischen Anleihen vertreten.

Laut Moody’s ist Dexia nach wie vor stark von kurzfristiger Refinanzierung abhängig und somit besonders anfällig für die schlechter werdenden Marktbedingungen für Banken. Laut Medienberichten könnte die Bank aufgespaltet werden, der Verwaltungsrat hat vom Vorstand eine Umstrukturierung gefordert. Schon im Jahr 2008 war die Bank in Nöten und musste mit Staatsgeldern gerettet werden.