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Pub-Wirtin besiegt BSkyB

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Pub-Wirtin besiegt BSkyB

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Die Wirtin eines Pubs in Großbritannien hat nach sechs Jahren vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg einen wegweisenden Prozess gegen den Medienkonzern BSkyB gewonnen. Die 46-jährige Karen Murphy hatte sich einen griechischen Decoder angeschafft, um in ihrem Pub die Spiele der Premier League zeigen zu können.

Der Europäische Gerichtshof hat ihr nun erlaubt, dass sie englische Fußballspiele mit einem griechischen Decoder empfängt. Das Urteil könnte das Geschäftsmodell europäischer PayTV-Anbieter gehörig durcheinanderbringen.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit einer Einschränkung des Wettbewerbs. Ein exklusives Lizenzsystem in Europa widerspreche europäischen Gesetzen und dem Prinzip des freien Dienstleistungsverkehrs.

Für Wirtin Murphy ein Sieg, denn der griechische Decoder kostet gut 800 Pfund im Jahr, für Sky hätte sie 700 Pfund pro Monat bezahlen müssen. Sie sagt, es sei ihr darum gegangen, dass ein großer Konzern ihr habe vorschreiben wollen, was sie zu tun habe. Das sei nicht fair gewesen, und sie habe sich gedacht, das es auch nicht habe legal sein können. Darum sei es ihr bei ihrem Kampf gegangen.

In der Folge dürfen Fußballfans nun auch auf ausländische Fernseh-Anbieter zurückgreifen, um sich Fußballübertragungen anzuschauen. Und die sind manchmal weitaus billiger, als die nationalen.