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Griechen bäumen sich gegen Sparmaßnahmen auf

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Griechen bäumen sich gegen Sparmaßnahmen auf

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Es ist ein verzweifeltes Aufbäumen gegen das wohl Unvermeidliche. Zehntausende Griechen haben mit Streiks und Protesten ihre Wut gegen die Sparpläne der Regierung zum Ausdruck gebracht. Das Athener Kabinett will nun 30 000 Staatsbedienstete entlassen und 6,5 Milliarden Euro zusätzlich einsparen; zusätzlich zu Steuererhöhungen und Kürzungen bei Gehältern und Renten. Die größten Gewerkschaften des Landes hatten zu den Streiks aufgerufen. Nur noch bis November, so titelt dieses Blatt, habe das Land Geld.

“Diejenigen, die streiken, sind meist aus dem öffentlichen Dienst. Wir aus der Privatwirtschaft müssen sehr hart arbeiten. Das ist alles, was ich zu sagen habe.”

“Wenn wir nicht unser Recht auf Arbeit verteidigen, unser Recht auf Leben, wie soll es dann weitergehen?”

Seit Mitternacht fahren in Athen weder Züge noch Vorstadtbahnen. Die Busfahrer traten ebenso in den Ausstand wie Mitarbeiter von Ministerien. In Krankenhäusern gibt es nur einen Notplan und auch die Fluglotsen legten die Arbeit nieder. Sämtliche Flüge von und nach Griechenland fielen aus. Um Mitternacht Ortszeit soll der Streik enden.