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"Indignados" auf dem Marsch nach Brüssel

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"Indignados" auf dem Marsch nach Brüssel

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Sie sind in Belgien angekommen und am Samstag, dem 8. Oktober wollen sie in Brüssel sein: Die Indignados, die Empörten. Gestartet sind sie Ende Juli in Madrid und der lange Weg in den Norden Europas führte über Paris. In der nächsten Woche wollen auch Gruppen unter anderem aus Italien und aus Deutschland in Brüssel eintreffen.

“Es ist verrückt, den Weg von Madrid nach Brüssel zu Fuß zurückzulegen, natürlich bin ich verrückt genug, um mitzumachen”, sagt der Spanier Luis Rodriguez. “Man erwartet, dass nur wenige mitmachen, doch dann gelangt man in ein Camp und plötzlich sind sehr viele Menschen da.”

Viele sind Mitte 20, Anfang 30 und sie sind empört über die Politik und darüber, dass Jobs fehlen. “Wir sind keine politische Bewegung”, sagt ein französischer Teilnehmer, “wir haben keine Programm. Wir stellen fest, dass die Kluft zwischen unseren gewählten Vertretern und dem Volk immer größer wird.

Ziel der Märsche ist, auch geographisch auf die soziale Problematik aufmerksam zu machen.” Die Menschen haben die Empörten auf ihrem Weg nach Brüssel unterstützt, wie ein Spanier berichtet: “Die Hilfe, die wir von überall bekamen, ist beeindruckend. Das Essen stammt von Spendern, auch dachte im August niemand daran, dass es kalt werden könnte, die Kleidung, die wir haben, stammt ebenfalls aus Spenden. Ich bin einfach begeistert davon.”

Und ein Franzose sagt: “In den Dörfern und Städten Frankreichs, durch die wir gekommen sind, haben wir Informationen und Vorschläge der Menschen, der Franzosen gesammelt. Wir wollen sie der Europäischen Kommission übergeben.” Für den 15. Oktober ist ein großer Aktionstag geplant, der in mehreren Ländern gleichzeitig stattfinden soll.