Eilmeldung

Eilmeldung

Italiener tragen Herabstufung durch Moody's mit Fassung

Sie lesen gerade:

Italiener tragen Herabstufung durch Moody's mit Fassung

Schriftgrösse Aa Aa

Die Regierung in Rom hat verhältnismäßig gelassen auf die Herabstufung der Bonität des Landes durch die US-Ratingagentur Moody’s reagiert. In einer ersten Stellungnahme hieß es, dieser Schritt sei erwartet worden. Dennoch sprechen Beobachter von einem schweren Rückschlag für Ministerpräsident Silvio Berlusconi, auch wenn Moody’s die italienische Regierung nicht explizit gerügt, sondern nur von “wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten” gesprochen hat.

Die Italiener tragen die neuerliche Hiobsbotschaft mit Fassung – sie sind mittlerweile Kummer gewöhnt. “Ich denke, unser Image in der Welt ist so schlecht, dass die Märkte uns keinerlei Vertrauen mehr entgegenbringen”, meint ein Passant in Rom, und ein anderer sagt ganz offen: “Wir haben das verdient, und wenn wir so weitermachen, enden wir wie Griechenland und Argentinien. Es ist Zeit, dass unsere Politiker endlich aufwachen.”

Die Ausgangslage ist düster: Die Staatsverschuldung Italiens stieg im Juli auf fast zwei Billionen Euro. Mit der neuerlichen Herabstufung steigen die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen – und damit wird es für Rom nun teurer, sich am Markt frisches Geld zu besorgen.