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Knox nach Seattle zurückgekehrt

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Knox nach Seattle zurückgekehrt

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Einen Tag nach dem Freispruch ist Amanda Knox in die USA zurückgekehrt. In Begleitung ihrer Eltern traf die Studentin am Flughafen von Seattle ein. Ein Gericht in Perugia hatte Knox und ihren italienischen Exfreund in zweiter Instanz freigesprochen. Beide hatten wegen Mordes an einer britischen Studentin eingesessen.

Knox sagte unter Tränen: “Ich habe aus dem Flugzeug nach unten gesehen und alles sah so unwirklich aus.” Sie wolle sich bei all jenen bedanken, die an sie glaubten, die sie verteidigten und die ihre Familie unterstützten.

Knox hatte vier Jahre lang im Gefängnis von Perugia verbracht. Der Verteidigung war es im Berufungsverfahren gelungen, Lücken und Widersprüche der Ermittlungen aufzudecken.

Staatsanwältin Manuela Comodi will die Freisprüche anfechten und vor das Oberste Gericht in Rom ziehen. Sie kritisierte, “wenn das Höchste Gericht zur Erkenntnis kommt, dass das Urteil ein Fehler ist, könnte es keinen abschließenden Schuldspruch geben, da es kein Auslieferungsabkommen mit den Vereinigten Staaten gibt.”

Die Familie des Opfers reagierte geschockt auf den Freispruch. Für sie bleibt weiter unklar, was in der Mordnacht im November 2007 tatsächlich geschah, als Tochter Meredith brutal misshandelt und getötet wurde. Bei der Tat wurden zwei Messer benutzt, der Körper der jungen Frau wies Dutzende Einstiche auf.

Der einzige, der für die Tat nun verurteilt ist, ist der Drogendealer Rudy Guede aus der Elfenbeinküste. Er hatte Knox und ihren Freund schwer belastet, sich aber in Widersprüche verstrickt.