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Rom sieht Herabstufung durch Moody's gelassen

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Rom sieht Herabstufung durch Moody's gelassen

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Italiens Regierung hat auf die Herabstufung der Bonität des Landes durch die US-Ratingagentur Moody’s betont gelassen reagiert. Ministerpräsident Silvio Berlusconi versuchte, zu beruhigen. Man habe diese Schritt erwartet, hieß es aus seinem Büro, und: man arbeite mit höchstem Einsatz daran, die Haushaltsziele zu erreichen. Tatsächlich sei die Herabstufung keine Überraschung, bestätigt der PDL-Abgeordnete Fabrizio Cicchitto: “Nachdem Standard & Poor’s Italiens Kreditwürdigkeit herabgestuft hat, haben wir dasselbe von Moody’s erwartet. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Sparmaßnahmen, die die Regierung im August beschlossen hat, von der EU als sehr wirkungsvoll berurteilt wurden.”

Die Opposition freilich sieht das etwas anders – sie will die Regierung nicht aus der Verantwortung entlassen. “Wir leben in schwierigen Zeiten”, meint UDC-Chef Ferdinando Casini, “und wir spüren die Bedrohung durch das Griechenland-Szenario. Aber wir sehen auch die völlige Verantwortungslosigkeit jener, die eigentlich Entscheidungen treffen sollten, und das lähmt unsere Politik.”

Tatsächlich geht nicht nur in Italien die Angst vor einem Dominoeffekt der Eurokrise um. Die EZB hatte Rom bereits aufgefordert, nach den beiden Sparpaketen mehr für das Wirtschaftswachstum und die Ankurbelung des Wettbewerbs zu tun.