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Chile: Studenten brechen Gespräche mit Regierung ab

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Chile: Studenten brechen Gespräche mit Regierung ab

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Nicht einmal eine Woche haben die Verhandlungen zwischen Vertretern der protestierenden Studenten in Chile und der Regierung gedauert. Nun brachen die Studenten die Gespräche ab. Unter den derzeitigen Bedingungen habe es keinen Sinn, weiterzuverhandeln, sagte Studentenführerin Camila Vallejo, die Regierung zeige sich unnachgiebig und nicht kompromissbereit: “Es fehlt am Willen, eine kostenlose öffentlichen Bildung für alle zu erreichen, mit einem Staat, der diese Bildungspolitik unterstützt. Die Regierung klebt am alten Modell, in dem nur der Markt regiert.”

Nun wird der Streit wieder auf der Straße ausgetragen: Vor dem Präsidentenpalast versammelten sich am Donnerstag erneut zahlreiche Studenten. Mehr als 200.000 Studierende demonstrieren bereits seit Monaten für ein kostenloses Bildungssystem. Sie boykottieren den Unterricht und liefern sich immer wieder Straßenschlachten mit der Polizei.

Bildung ist in Chile teuer: Sogar staatliche Hochschulen kosten oft mehrere Tausend Euro Gebühren pro Jahr, Privatuniversitäten verlangen noch um ein Vielfaches mehr. Für viele Familien ist es schlicht unmöglich, diese Gebühren zu bezahlen.