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Italien: Bossi denkt über Neuwahlen nach

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Italien: Bossi denkt über Neuwahlen nach

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Der Chef der italienischen Regierungspartei Lega Nord, Umberto Bossi, hat die Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen ins Gespräch gebracht. Gegenüber Journalisten sagte Bossi, für die Regierung Berlusconi werde es schwierig, sich bis zum Ende der Legislaturperiode 2013 im Amt zu halten. Und es gab auch eine Spitze gegen den Ministerpräsidenten selbst: Berlusconi sei das Problem, sagte Bossi rundheraus. Wenig später allerdings wiegelte der Lega-Nord-Chef ab: es sei an der Regierung, über mögliche Neuwahlen zu entscheiden.

Ein Zank zur Unzeit – denn gerade jetzt bräuchte Italien politische Stabilität. Nicht nur der Schuldenberg macht der Regierung zu schaffen, auch über den Nachfolger von Mario Draghi an der Spitze der italienischen Notenbank wird koalitionsintern gestritten. Bis Anfang November will Berlusconi diesbezüglich eine Entscheidung treffen. Draghi wird nächsten Monat Chef der Europäischen Zentralbank.