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New York: Tausende protestieren gegen Finanzindustrie

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New York: Tausende protestieren gegen Finanzindustrie

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In den USA weiten sich die Proteste gegen die Macht der Banken und wachsende Ungleichheiten in der Gesellschaft immer mehr aus. Im New Yorker Finanzdistrikt versammelten sich bis zu 7000 Menschen und forderten höhere Steuern für Konzerne und Reiche sowie den Umbau des Sozialsystems. Die zunächst kleine Protestbewegung hat mittlerweile nicht nur Tausende Anhänger sondern auch die Rückendeckung von führenden Gewerkschaften. “Noch nie in der Weltgeschichte hat sich so viel Geld in den Händen so weniger Menschen befunden”, meint eine Aktivistin. “Das System ist außer Kontrolle und nun wachen die Leute auf und sagen Nein!” Ein New Yorker Pfleger opfert seine gesamte Freizeit für die Bewegung: “Ich komme seit zwei Wochen hierher, vor der Arbeit, nach der Arbeit, in der Mittagspause, um die Bewegung zu unterstützen und gegen die Bankenrettungen einzutreten.” Und eine junge Frau sieht sich als Brücke zwischen den Generationen: “Als jüngerer Mensch bin ich auch betroffen, ich stehe zwischen zwei Generationen und die junge Generation kann noch nicht für sich sprechen, also spreche ich für sie.”

Nicht nur in New York wird der Widerstand gegen das Finanzsystem immer größer. Auch in anderen US-Städten, etwa in Los Angeles, Chicago, Boston oder Washington, formieren sich bereits Ableger der Protestbewegung.