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Proteste in Kabul gegen US-Truppen

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Proteste in Kabul gegen US-Truppen

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Hunderte Afghanen haben bei einem Protestmarsch in Kabul den Abzug der US-Truppen gefordert. Am Freitag jährt sich der Kriegsbeginn in Afghanistan zum zehnten Mal. Die Demonstranten werfen den USA vor, als Besatzungsmacht zu agieren, die bei ihren Einsätzen keine Rücksicht auf zivile Opfer nimmt. Der afghanische Präsidente, Hamid Karsai, wird als “Marionette der US-Regierung in Washington” bezeichnet.

“Wir haben uns hier versammelt, um uns gegen die Besetzung der US-Truppen in Afghanistan zu wehren. Wir verlangen den sofortigen Abzug der amerikanischen Truppen aus unserem Land”, sagte eine Demonstrantin.

“Die Invasion ist jetzt zehn Jahre her, aber seither haben wir nur Leid, Instabilität und Armut in unserem Land gesehen”, so ein Afghane über die aktuelle Situation.

Am 7. Oktober 2001 hatte die US-Luftwaffe als Folge auf die Anschläge vom 11. September ihren Einsatz am Hindukusch begonnen. Nach Angaben der UNO wurden in den ersten sechs Monaten diesen Jahres rund 1500 Zivilisten getötet. Vier Fünftel der Opfer sollen aber auf das Konto der Taliban gehen.

Bei einem Treffen in Brüssel beraten unterdessen die NAto-Partner über einen Abzug der Truppen. Aus deutscher Sicht soll die Übergabe der Verantwortung bis 2014 erfolgen.