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Steve Jobs - ein Leben für die Computer-Revolution

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Steve Jobs - ein Leben für die Computer-Revolution

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Mit spannungsreichen Pressekonferenzen machte er Geschichte, wie bei der Macintosh-Präsentation Anfang 1984.

Der 28-jährige Apple-Mitbegründer Steve Jobs, der Adoptivsohn einer kalifornischen Familie, der Studienabbrecher und Videospiel-Designer, hat erst auf dem Umweg über Hippie-Leben und Indien-trip zu seiner wahren Leidenschaft gefunden hat.

Im Jahr 1984 sehen Millionen Amerikaner einen legendären Macintosh-Werbespot während der American-Football-Profiliga.

Mit diesem Computer, so die Aussage, würde das Jahr 1984 eben nicht so, wie George Orwell es sich in seinem Roman vorgestellt hatte.

Der Hieb sass, denn “Big Brother”, das war IBM – der Herausforderer.

Apple Computer wurde 1976 von zwei Jugendlichen gegründet, Steve Jobs und Steve Wozniak.

Bei Xerox entdeckte Jobs dann eine grafische Benutzeroberfläche und erkannte die Möglichkeiten dieser Technologie. Das war der Durchbruch.

Mit dem angebissenen Apfel als Markenzeichen.

1986 kaufte Steve Jobs vom Filmproduzenten George Lucas ein auf Animationsfilme spezialisiertes Studio und machte daraus PIXAR. Eine andere Erfolgsgeschichte. Die hatte er auch bitter nötig, nachdem ihn Weggefährten aus der eigenen Firma gedrängt hatten. Jobs wird später von Selbstzweifeln in dieser Zeit sprechen.

Als Mittel dagegen gründete Jobs die Firma

NeXT Computer.

1996, als Appel am Boden war, holten sie ihn zurück. Nun nahm er die Zügel fest in die Hand,

auch wenn er sich im Moment der Versöhnung ganz bescheiden als Teil-Zeit-Mitarbeiter bezeichnete, der bei Produktentwicklung beraten wolle….

Die Kreativität explodierte. 1998 brachte Jobs den iMac heraus – der Kampf ging nun um die Software, der Rivale hieß Microsoft: Apple Computer nutzten ihr eigenes Betriebssystem, Mac OS, nahezu alle anderen Computer Windows von Microsoft.

Für Jobs zählte die Leistungsfähigkeit der Computer, aber genau so sehr auch die Ästhetik des Objekts. Eine Weichenstellung für alles, was noch kommen sollte.

“Eigenwillig und diktatorisch” hatten ihn Mitarbeiter genannt, Jobs hatte gelernt, seine Visionen auch gegen Zweifel durchzusetzen.

So war Apple dann wieder ganz vorn dabei zum Beginn der sogenannten “iSomething” Revolution:

2001 iPod, 2007 iPhone, und schließlich 2010 das iPad.

Als er das jüngste Baby stolz vorführte, waren die Zeichen der Krankheit schon nicht mehr zu übersehen. Jobs war abgemagert… seine seltene Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs wurde 2003 diagnostiziert, sechs Jahre später unterzog er sich einer Lebertransplantation.

Dieser Visionär und Workoholic hat dem Lebensgefühl einer ganzen Generation seinen Stempel aufgedrückt.

Sein Markenzeichen war Zeit Lebens die Fähigkeit, die Dimensionen neuer Technologien schneller zu erkennen als andere.

Und auch die Hartnäckigkeit, Neues durchzusetzen.

Ein Mann, der – selbst, als die körperlichen Kräfte schwanden – noch sprühte vor Ideen.

Er hinterläßt ein wohlbestelltes Haus.