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Antiapartheidkämpfer Desmond Tutu feiert seinen 80

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Antiapartheidkämpfer Desmond Tutu feiert seinen 80

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Desmond Tutu feiert seinen Achtzigsten: Viele sind gekommen, aber einer durfte nicht – und darüber hat sich der immer noch rüstige und lebhafte Mann so richtig ereifert.

An sich hatte Tutu, einer der großen Kämpfer gegen Südafrikas Apartheid, den Dalai Lama eingeladen – wie er ein Friedensnobelpreisträger. Der Dalai Lama beantragte ein Visum, bekam aber aus dem eng mit China verbandelten Südafrika nie eine Antwort und sagte diese Woche seine Reise schließlich ab.

Daran erinnert auch noch einmal der Rocksänger Bono, einer der Gäste. “Ich bin hier”, sagt er, “weil ich wohl nicht radikal genug bin, dass man mir ein Visum verweigert. Früher waren es mal Rockstars, die für Aufregung sorgten – und nicht religiöse Führer.”

Vor zwei Jahren wurde dem Dalai Lama schon einmal die Einreise verweigert – damals ganz offen, um China nicht zu verärgern. Nur 1996 durfte er nach Südafrika kommen: Damals hieß der Staatspräsident aber auch noch Nelson Mandela – ein Mann, der selbst jahrzehntelang unter Unterdrückung gelitten hatte.