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Friedensnobelpreis für Frauentrio aus Liberia und Jemen

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Friedensnobelpreis für Frauentrio aus Liberia und Jemen

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Drei Frauen erhalten in diesem Jahr den Friedensnobelpreis: die Präsidentin von Liberia Ellen Johnson-Sirleaf, die liberianische Menschenrechtlerin Leymah Gbowee und die Frauenrechtlerin Tawakkul Karman aus dem Jemen. Johnson-Sirleaf, Gbowee und Karman werden zu gleichen Teilen für ihren gewaltfreien Kampf für die Sicherheit von Frauen und ihr Recht auf vollständige Beteiligung an der Friedensarbeit ausgezeichnet. Johnson- Sirleaf ist die erste Frau, die in Afrika zum Staatsoberhaupt gewählt wurde; damit, so das Nobelkomitee des norwegischen Storting, habe sie Afrikas Frauen den Weg gewiesen.

“Ich finde, dass die Frauen durch meine Position bereits besser positioniert sind. Wir haben Frauen in alle strategischen Regierungsämter berufen”, meint Johnson-Sirleaf.

Die ehemalige Streetworkerin Leymah Gbowee mobilisierte Frauen und Mütter zu gewaltfreien Protestaktionen gegen den liberianischen Gewaltherrscher Taylor. “Dies ist eine Anerkennung für Frauen, die in Konfliktsituationen kämpfen. Für mich wurde mit diesem Preis eine lautstarke Erklärung abgegeben. Das Leiden der Frauen, die Rolle der Frauen, die Beteligung von Frauen, ihre Bedürfnisse und Prioritäten werden nie mehr ignoriert werden”, kommentierte Gbowee die Auszeichnung.

Tawakkul Karman gründete 2005 einen Journalistinnenverband und gilt als eine Vorreiterinnen der Protestbewegung im Jemen. “Dieser Preis zeugt vom Sieg der friedlichen Revolution im Jemen. Unsere Revolution verdiente sich den Respekt und die Anerkennung der Völkergemeinschaft. Ich hoffe, die Welt unterstützt uns. Ich widme diesen Preis dem jemenitischen Volk”, erklärte Karman.

International stieß die Preisvergabe auf viel Zustimmung. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem “sehr guten Signal”. Die drei hätten sich mutig für Frauenrechte und Freiheit eingesetzt.