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Dreifacher Friedensnobelpreis

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Dreifacher Friedensnobelpreis

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Für den Kampf für Gleichberechtigung ist in Oslo der diesjährige Friedensnobelpreis gleich dreimal vergeben worden.

Der norwegische Komiteechef Thorbjrn Jagland zeichnete Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, ihre Landsfrau Leymah Gbowee – und die Journalistin Tawakkul Karman aus dem Jemen aus.

Die 72-jährige Johnson-Sirleaf und die 39 Jahre alte Gbowee wurden als treibende Kräfte bei der Beendigung des langjährigen Bürgerkriegs in Liberia geehrt.

Die Menschenrechtlerin Leymah Gbowee:

“Mit oder ohne Preis hätte ich weitergemacht.

Dies gibt mir aber jetzt neue Energie und eröffnet mir neue Möglichkeiten den Stimmen der FRauen Gehör zu verschaffen.”

Die Ehrung Tawakkul Karmans gilt auch als Unterstützung für den “arabischen Frühling”.

Die 32-jährige in einer ersten Reaktion:

“Dieser Preis ist ein Sieg für die friedliche jemenitische Revolution. Er beweist, dass unsere Revolution die internationale Gemeinschaft beeindruckt hat.”

Karman gehört zu den wichtigsten Gesichtern der friedlichen Proteste im Jemen gegen Langzeitpräsident Ali Abdullah Salih.

Die ägyptische Protestbewegung, die auf einige eigene Kandidaten gehofft hatte, wertete den Preis für Karman als Unterstützung.

Für Jemens Präsidenten Salih ist die Preisvergabe an Karman ein Schlag ins Gesicht. Die Journalistin zählt zu seinen erbittertsten Gegnern.

Die staatlichen Medien Jemens ignorierten die erstmalige Vergabe des Friedensnobelpreises an eine arabische Frau.