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Liam Fox in der Kritik

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Liam Fox in der Kritik

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Der britische Verteigungsminister Liam Fox ist in die Kritik geraten. Sein Besuch in Libyen am Samstag wurde von einem innenpolitischen Skandal um einen engen Freund von ihm überschattet. Fox soll Adam Werretty mehrfach Zugang zum Verteidigungsministerium verschafft und ihn bei Reisen mitgenommen haben, obwohl dieser kein öffentliches Amt oder eine offizielle Berater-Rolle innehatte.

Fox sagte, man habe ihm berechtigte Fragen gestellt, das sei normal für einen demokratischen Politiker. Man habe geeignete Mechanismen in Großbritannien, um derartige Probleme lösen zu können.

Fox wird vorgeworfen, die Sicherheit des Landes gefährdet und den Verhaltenskodex für Minister gebrochen haben zu haben. Unter anderem soll sich der Freund auf Visitenkarten als Berater von Fox ausgegeben haben. Der konservative Verteidigungsminister hat nun selbst eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um zu klären, ob er gegen Richtlinien verstoßen hat.

Der Labour-Abgeordnete Jim Murphy fragt, ob Werritty irgendetwas im Verteidigungsministerium zu tun gehabt habe. Ob er Kontakte hatte, ob er Geld verdient habe. Ob er dafür bezahlt habe. Das sei ein Katalog von Fragen, die sich stellten. Außerdem würde jedesmal, wenn der Verteidigungsminister eine Erklärung abgebe, sich diese Antwort nach wenigen Stunden in Luft auflösen.

Werrity soll an Treffen mit Geschäftsleuten in Dubai sowie mit dem Präsidenten von Sri Lanka, Mahinda Rajapaksa, teilgenommen haben.

Zwar können britische Minister Berater verpflichten, dies muss aber über einen offiziellen Prozess unter Einbeziehung des Premierministers laufen. Bei dem Freund von Fox war dies nicht passiert.