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24 Tote bei Unruhen in Ägypten

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24 Tote bei Unruhen in Ägypten

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In Ägypten hat die Regierung nach schweren religiösen Unruhen eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Mindestens 24 Menschen sollen bei Straßenschlachten zwischen koptischen Christen, Muslimen und Sicherheitskräften im Zentrum Kairos ums Leben gekommen sein. Mehr als 200 weitere seien verletzt worden.

Ministerpräsident Essam Sharaf nahm zu den Unruhen im staatlichen Fernsehen Stellung: “Das gefährdet die Sicherheit der Nation am meisten, wenn Probleme zwischen Muslimen und Christen provoziert werden oder mit der Armee. Das gibt unseren Feinden die Möglichkeit, unsere Nation zu spalten. Es ist genau das, was sie wollen. Wir werden dem jedoch nicht nachgeben.”

Entzündet hatte sich die Gewalt an einer zunächst friedlichen Demonstration, bei der rund 2000 koptische Christen gegen einen Brandanschlag radikaler Muslime auf eine Kirche im Süden des Landes protestierten. Später gerieten die Demonstranten mit Bewohnern der umliegenden Wohnviertel und dem Militär aneinander.