Eilmeldung

Eilmeldung

Dexia wird zerschlagen

Sie lesen gerade:

Dexia wird zerschlagen

Schriftgrösse Aa Aa

Der durch die Griechenland-Krise ins Straucheln geratene belgisch-französische Finanzkonzern Dexia wird zerschlagen und so gerettet. Der belgische Staat übernimmt die Dexia-Operationen in Belgien mit 6000 Angestellten und 80 Milliarden Euro Einlagen. Dafür zahlt Belgien vier Milliarden Euro.

“Die Steuerzahler werden nicht allzusehr in Anspruch genommen, denn die Risiken sind handelbar und die Kosten relativ”, versichert der geschäftsführende belgische Ministerpräsident Yves Leterme.

Dexia-Belgien mit seinen vier Millionen Kunden wird aus der Gruppe herausgelöst. Eine “Bad Bank” übernimmt Risikopapiere. Sie erhält von Belgien, Frankreich und Luxemburg Garantien über bis zu 90 Milliarden Euro. Die mit der Finanzierung französischer Kommunen betraute Sparte wird von französischen Staatsbanken aufgefangen.

Eine Investorengruppe aus Katar hat Interesse am Dexia-Geschäft in Luxemburg. Offen ist noch das Schicksal der türkischen Dexia-Tochter Deniz-Bank. Für sie interessiert sich die russische Sberbank. Dexia ist die erste Bank die wegen der Euro-Krise gerettet werden muß. Sie hatte bereits in der Finanzkrise 2008 Milliardenhilfen erhalten.