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Hollande und Aubry wollen Sarkozy schlagen

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Hollande und Aubry wollen Sarkozy schlagen

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Die Sozialisten François Hollande und Martine Aubry kämpfen um die Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei (Parti Socialiste, PS) in Frankreich. Bei Wahlen am vergangenen Wochenende belegten sie den ersten und den zweiten Platz. Insgesamt zwei Frauen und vier Männer hatten sich zur Wahl gestellt. Hollande konnte nach Auszählung von zwei Dritteln der Stimmen 38,9 Prozent verbuchen, Aubry 30 Prozent.

Am nächsten Sonntag entscheidet das Volk in einer Stichwahl, ob Hollande oder Aubry 2012 gegen Staatschef Nicolas Sarkozy antreten wird. Zum ersten Mal können alle Franzosen wählen gehen, nicht nur Mitglieder der sozialistischen Partei. Sie müssen sich allerdings zu den Werten der sozialistischen Partei bekennen und mindestens einen Euro in die Parteikasse spenden.

Hollande erklärte vor Anhängern, er sei der Kandidat des Wandels, mit dem die Franzosen ihr Selbstvertrauen wiedergewinnen würden.

Hollande wurde erst zum aussichtsreichen Kandidaten, als die einstige Lichtfigur der Sozialisten, Dominque Strauss-Kahn, wegen mutmaßlicher sexueller Gewalt untragbar wurde.

Auch die Parteivorsitzende der Sozialisten und Bürgermeisterin von Lille, Martine Aubry, zeigte sich siegessicher und sagte vor ihren Anhägnern, sie gehe nicht nur davon aus, dass sie am Sonntag die Stichwahl gegen Genossen Hollande gewinne, sondern auch im kommenden Jahr die Präsidentschaftswahl. “Ich werde Sarkozy schlagen”, so Aubry.

Viel hängt davon ab, was der Dritte im Bunde jetzt sagt. Auf Platz Drei landete nämlich mit überraschenden 17 Prozent Außenseiter Arnaud Montebourg. Seine Wahlempfehlung wird mit Spannung erwartet.

Segolene Royal, die bei den letzten Präsidentschaftswahlen die Kandidatin der Sozialisten war und Nicolas Sarkozy unterlag, zeigte sich am Sonntag abend sehr enttäuscht, als sich abzeichnete, dass sie mit nur 6 Prozent abgeschlagen auf Platz 4 landen würde.