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Libyen: Kampf um Sirte dauert an

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Libyen: Kampf um Sirte dauert an

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Die libyschen Revolutionsstreitkräfte haben in Sirte an Boden gewonnen. Nach Angaben eines Offiziers kontrollieren sie rund 80 Prozent der Stadt. Sie nahmen demnach die Universität, ein Konferenzzentrum und das Krankenhaus ein.

Die Anhänger des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi leisten allerdings weiterhin Widerstand.

Ein Kommandeur der Revolutionsstreitkräfte erklärte: “Wir sind von allen Seiten nach Sirte einmarschiert und wir haben das Gebiet um den Palast Ouagadougou durchkämmt. Es gab mehrere Zusammenstöße mit den Anhängern Gaddafis und es gelang uns, sie in einem Viertel einzukesseln.”

Gaddafis Heimatstadt Sirte ist eine der letzten verbliebenen Bastionen des langjährigen Machthabers. Der Übergangsrat drängt auf eine Einnahme der Hafenstadt, um die Befreiung des ganzen Landes verkünden zu können.

Viele Zivilisten wagen sich wegen der anhaltenden Kämpfe nicht aus dem Haus. Sie klagen, dass es in Sirte seit Tagen weder Strom noch Wasser gibt.

Allein an diesem Wochenende wurden Ärzten zufolge Dutzende Menschen getötet und Hunderte verletzt. Medizinstudenten und Krankenschwestern halten die Stellung, sind jedoch zunehmend überfordert.