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Amnestie in Myanmar/Birma

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Amnestie in Myanmar/Birma

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Die Regierung in Myanmar – Birma – will mehr als 6.300 Gefangene freilassen, bereits von Mittwoch an, so das Staatsfernsehen. Ob auch die etwa 2000 politischen Häftlinge freikommen, blieb bisher offen.

Das vor knapp einem Jahr neu gewählte Parlament in dem südostasiatischen Land hatte sich für eine Generalamnestie für politische Gefangene ausgesprochen. Im Frühjahr war die Macht von der bis dato herrschenden Militärjunta an eine vom Parlament gewählte Regierung übergegangen.

Mitte Mai waren bereits mehr als 14 000 Häftlinge auf freien Fuss gesetzt worden.

Die Nationale Liga für Demokratie der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die wichtigste Oppositionspartei, hatte die erste Parlamentswahl seit gut zwei Jahrzehnten boykottiert und als unfrei kritisiert.

Die Militärjunta hatte sich per Verfassung ein Viertel der Parlamentssitze gesichert, ein Großteil der anderen ging an die von ihr gegründete Partei USDP. Noch immer sitzen an den Schaltstellen in Politik und Parlament viele der alten Machthaber.

mit Reuters, afp