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Aufruhr in Kiew nach Timoschenko-Urteil

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Aufruhr in Kiew nach Timoschenko-Urteil

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In Kiew haben rund 2.000 Anhänger Timoschenkos vor dem Gericht gegen das Urteil protestiert. Nach Zusammenstößen nahm die Polizei sieben Demonstranten fest.

Der Stellvertretende Vorsitzende von Timoschenkos Partei erklärte: “Der Standpunkt Europas ist eindeutig. Nicht nur Timoschenko, sondern auch andere Mitglieder der vorherigen Regierung sollten freigelassen werden. Das wäre ein erster Schritt, aber es wäre nicht genug. Sie sollten auch das Recht haben, an den Wahlen 2012 teilzunehmen.”

Die Staatsanwältin, Lilia Frolova, verteidigte das Urteil gegen Timoschenko: “Tatsache ist, dass Timoschenko sich in den Betrieb des Gasunternehmens Naftogas eingemischt hat. Sie hat ihre Rechte und Machtbefugnisse klar überschritten. Sie hatte nicht das Recht Befehle zu erteilen und ein Abkommen über Gaslieferungen mit dem Unternehmen Gazprom abzuschließen.”

Die Unterstützer der 50-jährigen Oppositionsführerin wollen sich vereinen und das Urteil anfechten. Sie fordern außerdem den Rücktritt des Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Sergio Cantone, unser Korrespondent vor Ort sagte:

“Hier vor dem Gericht herrscht nach dem Urteil gegen Julia Timoschenko große Enttäuschung. Unter dem Druck der internationalen Gemeinschaft könnte das Parlament und der Präsident das Gesetz ändern. Das von Timoschenko begangene Delikt wäre dann straffrei.”