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Ölpest bedroht Neuuseelands schönsten Badestrand

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Ölpest bedroht Neuuseelands schönsten Badestrand

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Neuseelands Umweltminister Nick Smith spricht von der “größten maritimen Umwelt-Katastrophe”, die sein Land je erlebt hat. Die letzten Seeleute haben den havarierten Frachter “Rena” verlassen.

Das unter liberianischer Flagge fahrende Container-Schiff ist 12 Seemeilen vor Tauranga in Seenot geraten. Die Treibstofftank wurde bei der Berührung mit einem Riff aufgerissen.

Der neuseeländische Journalist Andrew MacRae, der die Bergungsarbeiten beobachtet, meint, man könne nur hoffen, dass das Meer Erbarmen haben werde. 1.700 Tonnen Öl habe das havarierte Schiff an Bord und davon konnten bisher bei schwerer See kaum mehr als zehn bis elf Tonnen abgepumpt werden. Aus den beschädigten Treibstofftanks seien bisher wenigstens 300 Tonnen Schweröl ins Meer gelaufen. Angesichts des schlechten Wetters könne es 24 bis 48 Stunden dauern, bis die größere Menge Öl abgepumpt werden könne.

Am berühmten weißen Sandstrand sind bereits erste Ölklumpen zu sehen. Helfer machen sich daran, den berühmten Badestrand zu säubern – ohne zu wissen, wieviel Öl noch angeschwemmt wird. Eine Katastrophe für den Tourismus – und für die Tierwelt. Inzwischen besteht sogar die Gefahr, dass das von der Mannschaft verlassenene Geisterschiff auseinanderbricht. Dann wäre mit einer Ölpest größeren Ausmaßes zu rechnen.

Fischer Barry Connolly spricht bereits von einem nicht mehr wieder gut zu machenden Imageverlust für diesen bislang weltweit für seine Schönheit und Sauberkeit gepriesenen Strand.

Berichte, wonach die “Rena” erhebliche Mängel aufgewiesen haben soll, wollen neuseeländische Behörden nicht kommentieren. Das 1990 in Kiel gebaute Schiff war am vergangenen Mittwoch am Astrolabe-Riff auf Grund gelaufen.