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Unruhen in Kairo: Die Armee wird verdächtigt


Ägypten

Unruhen in Kairo: Die Armee wird verdächtigt

Nach den schweren Unruhen mit 26 Toten und Hunderten Verletzten herrscht in Kairo trügerische Ruhe. Die Mehrzahl der Opfer waren koptische Christen, ihre Gemeinde hat drei Tage Trauer verhängt.

Warum eine friedliche Demonstration koptischer Christen derart eskalierte, ist noch unklar, viele Ägypter machen die Militärführung für das Blutbad verantwortlich.

Eine Passantin sagt: “Muslime und Christen waren eigentlich immer befreundet. Wir essen und trinken gemeinsam. Meine besten Freunde sind Christen, ich habe sogar mehr Christen als Freunde als Muslime. Das war schon immer so. Das, was passiert ist, wurde wegen der anstehenden Wahlen ausgeheckt.” Ein anderer meint: “Christen und Muslime haben seit jeher friedlich zusammen gelebt. Probleme, die gelegentlich auftauchten, konnten immer innerhalb weniger Stunden gelöst werden. Das, was passiert ist, ist uns vollkommen fremd. So wahr uns Gott helfe, wir werden herausfinden, wer dahintersteckt.”

Viele Ägypter haben den Eindruck, dass das Militär Unruhe stiftet, um die Wahlen und damit die Übergabe der Macht zu verzögern. Die koptischen Vereinigungen verurteilten das gewalttätige Vorgehen der Soldaten.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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