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Tauranga: Chronik einer angekündigten Katastrophe

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Tauranga: Chronik einer angekündigten Katastrophe

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Der ganze Kahn ein Bild des Jammers. Die tonnenschweren Containergebirge haben mächtig Schlagseite. Der Schiffsrumpf – aufgerissen.

Der vor der Küste Neuseelands auf ein Riff gelaufene und leckgeschlagene Frachter “Rena” drohe auseinanderzubrechen, so Regierungschef John Key im Fernsehen:

“Das könnte sich als die schlimmste Umweltkatastrophe im Ozean rund um Neuseeland entpuppen. Das setzt die Lebensgrundlagen der Leute hier aufs Spiel.”

Vor einer Woche war das Containerschiff, das unter liberianischer Flagge unterwegs war, auf einem Riff vor der neuseeländischen Küste auf Grund gelaufen. Die Gewässer vor den weißen Sandstränden der Nordküste galten bisher als Paradies für Seevögel, Delfine und Wale.

Inzwischen liefen rund 300 Tonnen Schweröl aus den Treibstofftanks.

Ein Küstenbewohner:

“Ich bin stinksauer, echt. Hier laufen eine Menge wütende Leute herum. Und es passiert nichts, um die Container vom Schiff zu holen. In ganz Neuseeland gibt es nichts, womit man das schaffen könnte. Die wussten doch von Anfang an, dass das Ding zu Bruch geht.”

Der havarierten Frachter hat 1700 Tonnen Treibstoff geladen, von 1300 Containern sollen 11 Gefahrgut enthalten. Der philippinische Kapitän des Unglücksfrachters ist gegen Kaution auf freiem Fuß.

Das Wetter soll besser werden.

mit Reuters, afp, dpa