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Attentatsvorwürfe gegen den Iran: USA wollen Teheran isolieren

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Attentatsvorwürfe gegen den Iran: USA wollen Teheran isolieren

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Die vermuteten Anschlagspläne des Iran in den USA sorgen im Weißen Haus weiterhin für Aufregung. Laut den US-Behörden soll Teheran ein Mordkomplott gegen den saudi-arabischen Botschafter in den USA, Adil al-Dschubeir, initiiert und finanziert haben. Ein Verdächtiger ist Manssor Arbabsiar, ein Iraner mit amerikanischem Pass, der bereits Ende September festgenommen worden war und vor kurzem einem New Yorker Gericht vorgeführt wurde. Ein mutmaßlicher zweiter Attemtäter befindet sich auf der Flucht.

Elliott Abrams vom Rat für außenpolitische Beziehungen ist besorgt. “Das ist eine echte Eskalation”, meint er, “und das alles zeigt, dass der Iran keine Angst davor hat, dass wir ihn bestrafen könnten. Teheran fürchtet uns ganz einfach nicht.” US-Präsident Barack Obama vereinbarte bei einem Telefonat mit dem saudi-arabischen König, alles zu tun, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

In den USA geht man davon aus, dass auch der geistliche Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, von den Plänen gewusst hat. Teheran allerdings weist die Vorwürfe zurück und beschuldigt die USA, künstlich eine Krise herbeiführen zu wollen. Und selbst manche US-Experten sind skeptisch. Ein solches Komplott sei untypisch für Teheran, hieß es, und ein Iran-Experte stellte die Frage: “Warum sollte der Iran den saudischen Botschafter in Washington

ermorden wollen?”