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Obama bekräftigt Vorwürfe gegen Iran

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Obama bekräftigt Vorwürfe gegen Iran

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US-Präsident Obama hat nun persönlich die Vorwürfe über ein Mordkomplott des Irans in den USA bestätigt. Er wiederholte öffentlich, dass ein iranisch-stämmiger Amerikaner mit direkter Verbindung zur iranischen Regierung die Ermordung des saudischen Botschafters in den USA geplant habe – und dass die Regierung in Teheran zur Rechenschaft gezogen werde.

Dies sei nicht nur eine gefährliche Eskalation, sondern Teil eines gefährlichen und rücksichtslosen Verhaltensmusters der iranischen Regierung, so Obama wörtlich. Zweifeln an dem Komplott angesichts des dilettantischen Vorgehens der mutmaßlichen Verschwörer widersprach er: Die USA würden die Vorwürfe nicht erheben, wenn sie keine Beweise hätten.

Auch Saudi-Arabien verurteilte den Iran scharf, kündigte aber eine maßvolle Anwort an. Der saudische Außenminister Prinz Saud al-Faisal erklärte bei einem Besuch in Wien, der Iran scheine jeden, der nicht seine Ziele verfolge, als Feind anzusehen – nach dem Motto, “wer nicht mitmacht, ist gegen uns”. Damit übe der Iran Druck auf alle aus.

Die iranische Führung warf ihrerseits den USA vor, die Staaten im Nahen Osten gegeneinander aufwiegeln zu wollen und so die Stabilität in der Golfregion zu gefährden. Ayatollah Khamenei kritisierte, die USA würden “Iranophobie” schüren.