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Berlusconi kämpft ums politische Überleben

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Berlusconi kämpft ums politische Überleben

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Der politisch angeschlagene italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat nach einer Abstimmungsniederlage im Parlament erneut die Vertrauensfrage gestellt. Es ist für ihn bereits das 51. Mal, und Beobachter gehen davon aus, dass er auch diesmal in seinem Amt bestätigt wird.

Der 75-Jährige gab sich selbstsicher und warnte mögliche Abweichler, dass Sie ohne ihn keine Anstellung hätten: “Die Institutionen sind ernsthaft, verantwortungsbewusst und verschwenden nicht die Zeit Italiens. Ich danke Ihnen und lade Sie dazu ein für die Regierung zu stimmen.”

Die Opposition qualifizierte die Rede von Berlusconi als erbärmlich und klagte, dass die Vertrauensfrage die Probleme der zerstrittenen Regierung nicht lösen werde.

Der Oppositionspolitiker Antonio di Pietro forderte den Rücktritt von Berlusconi: “Wir stehen am Rande eines sozialen Aufstands, wie diese Proteste zeigen. Bevor es in Gewalt ausartet, muss jemand Verantwortung übernehmen.”

In Rom gingen die Bürger gegen die Regierung auf die Straße. Die Märkte reagierten ebenfalls, die Kreditkosten schoßen wieder in die Höhe.